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Kirche

Alexander-Newski-GedächtniskircheDen Abschluss der Bauarbeiten für die Kolonie bildete die auf dem nördlich angrenzenden Minenberg befindliche Alexander-Newski-Gedächtniskirche (siehe Foto). Für den Kirchenbau wurde eigens Karl Friedrich von Schinkel berufen, der berühmte Professor der Baukunst. Seit 1810 stand er in preußischen Diensten und war gerade mit dem Bau von Schloss Glienicke und dem Alten Museum beschäftigt.Als Grundlage für den Kirchenbau diente eine verkleinerte Vorlage der nicht mehr existierenden Kiewer Desjatin-Kirche, die einst vom großen russischen Architekten Wassilij P. Stassow (1769-1848) errichtet worden war. Am 11.September 1826 wurde unter Anwesenheit von Friedrich Wilhelm III. auf dem alten Minenberg (später Alexanderberg, schließlich Kapellenberg genannt) der Grundstein für die Kirche gelegt. Innerhalb von drei Jahren entstand die Kirche, die traditionelle russische und klassizistisch-deutsche Bautraditionen miteinander verbindet. Dies sollte nochmals die Freundschaft zwischen dem preußischen und dem russischen Herrscherhaus dokumentieren.In allen vier Himmelsrichtungen gleichen die Fassaden einander. Im Osten bildet die halbrunde Altarnische den Abschluss des Kirchengebäudes. Das Seitenmaß beträgt jeweils 10,10 m. Über den Torbögen sind Schutzheilige angebracht. Im Norden ist es Theodorus Stratilates, der Schutzheilige der Soldaten. Über dem Südtor ist der Großfürst und Nationalheilige Russlands, Alexander Newski, zu sehen (siehe Foto). Ihm wurde die Kirche geweiht. Über dem westlichen Eingangstor ist Jesus Christus abgebildet. Die Ikonen sind auf Lavastein gemalt.Großfürst und Nationalheilige Russlands, Alexander Newski

Seit den Restaurierungsarbeiten im Jahr 1977 findet man die Kirche wieder in ihrer ursprünglichen Bemalung vor. In dem 14. Haus der Kolonie, direkt neben der Kirche gelegen, lebt heute wieder ein Erzpriester. Er betreut etwa 1000 orthodoxe Gläubige verschiedener Nationalitäten. Ihr regelmäßige Treffen in der Alexander-Newski-Kirche bewahrt den Glauben und die Geschichte der russischen Sänger in Preußen.

Im Mai 2002 ließ Herr Dr. H. A. Kremer aus Haltern am See das wunderschöne Gotteshaus der Alexandrowka auf dem Kapellenberg von dem bekannten Künstler und Architekten Herrn Professor Horst Roemer aus Kaiserslautern zeichnen. Gleichzeitig stellte er auch Grafiken der Häuser Nr. 2 und Nr. 8 der Alexandrowka her.