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Es ist Zeit. Gedichte von Paul Celan

Wegen des großen Erfolges Wiederholungstermine

– eine Paul Celan Rezitation verwoben mit Musik –
Freitag, den 13. und Samstag, den 21. April 2018 | 20.00 Uhr

Museum Alexandrowka | Russische Kolonie 2 | 14469 Potsdam | 18 € | 25 €

»Erreichbar, nah und unverloren inmitten der Verluste blieb dies Eine:
die Sprache. Aber sie mußte nun hindurchgehen durch ihre eigenen Antwortlosigkeiten,
hindurchgehen durch furchtbares Verstummen, hindurchgehen durch die tausend
Finsternisse todbringender Rede. Sie ging hindurch und gab keine Worte her für das,
was geschah. Aber sie ging durch dieses Geschehen.«
Paul Celan in seiner Bremer Literaturpreisrede 1957

Der als deutscher Jude im Jahr 1920 in der rumänischen Bukowina geborene Paul Celan,
verlor seine Eltern im KZ der Nazis; er erfuhr dies selbst im Arbeitslager.
Die brutalen persönlichen Erlebnisse spiegeln sich immer wieder in seinen Gedichten
wider. Er gab als Opfer den Deutschen ihre Sprache zurück. Nach dem Krieg lebte er
hauptsächlich in Paris und arbeitete dort u.a. als Deutschlehrer und Übersetzer.
Mit Ingeborg Bachmann verband ihn eine lange, intensive, teils tragische Beziehung.
Verheiratet (seit 1952) war er mit der Künstlerin Gisèle Celan- Lestrange, mit der er
bis zu seinem Tod in Liebe verbunden sein sollte. 1958 wurde Celan mit dem Literaturpreis
der Freien Hansestadt Bremen, 1960 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1964 mit dem
Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein- Westfalen ausgezeichnet. Um den 20. April 1970
nahm er sich in Paris das Leben.

Michael Gerlinger durchdringt die surrealen Gedichte Celans und Olaf Mücke spielt
dazu kongenial seine Klezmer-Interpretationen und Kompositionen. Musik und Sprache
verweben sich zu einem unvergesslichen Abend mit großartiger deutschsprachiger Lyrik.

„Paul Celans Lyrik lebt von ihren Gegensätzen. Sie ist düster und erhellend, in ihr
steckt ebenso viel Leid wie Hoffnung und viel Zärtlichkeit. Paul Celans Lyrik ist
nicht da, um sie gleich verstehen zu müssen. Auf die surreale Bilderflut und Sprachverzerrungen
seiner Gedichte muss man sich einlassen, ihnen zuhören, auf sich wirken lassen und nachfühlen.
Seine Lyrik scheint schwerer zugänglich, als sie tatsächlich ist, beschreibt sie doch Bilder,
die wir aus unseren Träumen kennen…“ Michael Gerlinger

Michael Gerlinger Schauspieler | Rezitator | Gesang Michael Gerlinger * Konstanz
beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Lyrik von Paul Celan. In Potsdam ist er
als Theodor Fontane Interpret bekannt. Er ist Schauspieler beim Potsdamer Poetenpack,
Magdeburger Schauspielhaus, Kleines Theater Berlin.

Olaf Mücke Gitarre | Komposition *1965 Potsdam/Babelsberg ist gelernter Werkzeugmacher
und seit 1988 Berufsmusiker u.a. bei Bruno/Kindermusiktheater Pampelmuse/Drehbühne
Berlin/kitchen grooves/Thursday Night Soul Club/Bizarre Kapelle/mueckenheimer
/mueller-mueckenheimer/Gogh/Poetenpack.
Er spielt Gitarre, Kontrabass und macht Komposition. Seit ca. 2007 Zusammenarbeit mit dem Klarinettisten
Thorsten Müller mit Schwerpunkt Klezmer, Gypsyswing | Weltmusik. 2016/17 CD-Aufnahme mit dem Cellisten
Martin Spruegl (AT) „Herbst im Burgenland“ mit traditioneller Klezmermusik in eigener